Eine geruhsame Nacht

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Organspende

Wärst du bereit im Falle deines Todes, deine Organe zu spenden um damit anderen Menschen das Leben zu retten?
Fast 70% der befragten Deutschen, haben diese Frage grundsätzlich mit Ja beantwortet. Doch von diesen befragten besitzen nicht einmal 20% einen Organspendeausweis. Dieser gewaltige Unterschied kommt in erster Hinsicht dadurch zustande, dass ein Großteil der Bevölkerung sich nie genauer mit dem Thema Organsspende befasst hat.

Ruth hat bereits seit 1996 einen Organspendeausweis und dies auch schon mehrfach in Shows oder ihrem Forum erwähnt. Auch auf ihrer Seite wirbt sie für dieses lebensrettendes Stück Papier. Wenn sich auch nur eine Person deswegen näher mit dem Thema Organspende befasst und daraufhin beschließt selber Spender zu werden, wird dadurch vielleicht zig Menschen das Leben gerettet. Aus diesem Grund wollen auch wir hier etwas Aufklärung betreiben.

Wie bereist erwähnt, haben sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung noch nie mit dem Thema Organspende näher auseinander gesetzt. So das die nur ein Halbwissen besitzen, welche oft auch noch fehlerhaft ist. Daher wollen wir damit anfangen die größten Irrtümer zum Thema Organspende aufzuklären.

Um Organspender zu werden, muss man sich nicht Ärztlich untersuchen lassen!
Viele meinen dass man sich erst ärztlich Untersuchen lassen und seine Gesundheit bestätigen lassen muss, bevor man einen Organspendeausweis bekommt. Eine ärztliche Untersuchung ist nicht nötig, wäre sogar absolut Sinnlos. Denn der Gesundheitszustand kann sich innerhalb kürzester Zeit ändern, daher wird erst im Fall das eine  Spende zustande kommt, die Gesundheit der Organe ermittelt.

Man ist weder bei seinem Arzt, Krankenkasse oder woanders als Spender registriert!
Viele meinen dass irgendwo, ähnlich wie bei Knochenmarkspendern, eine zentrale Kartei existiert, in welcher alle eure Daten erfasst sind und im Bedarfsfall bei einem nachgefragt wird. In Deutschland gibt es keinen Organspenderegister! Woher sollten auch die Daten kommen, den wie bereits gesagt ist keine ärztliche Untersuchung nötig. Die einzigen die wissen das ihr Organspender seit, seit ihr selber und die Leute denen ihr es erzählt. Man muss also keine Angst haben, dass irgendwann ein Anruf kommt mit der bitte mal ein "nicht Lebenswichtiges" Organ zu spenden.

Man muss während man noch lebt, keines seiner Organe hergeben!
Während man noch lebt, wird man nie eine Anfrage wegen einem seiner Organen erhalten. In Deutschland sind solche Lebendspenden nur zwischen Verwandten ersten oder zweiten Grades (z.B. Geschwister oder Eltern) und Menschen die sich persönlich sehr nahe stehen (z.B. Ehepartner und Lebensgefährten) möglich. Selbst da muss eine Gutachterkommission im Vorfeld entscheiden ob die Spende freiwillig erfolgt und keine finanziellen Interessen bestehen.

Es gib keine Altersbeschränkung für Organspenden!
Viele sind der Meinung das Organspenden erst ab dem 18 Lebensjahr und ab einem gewissen Alter nicht mehr, möglich sind. Für die Organspende zählt nicht das kalendarische Alter sondern das biologische. Auch dir Organe eines 70jährigen, können noch viele Jahre das Leben eines anderen Menschen retten/erleichtern. Auch Kinder kommen als Organspender in Frage, wobei hier die Entscheidung bei den Eltern liegt. Ab dem 14. Lebensjahr hat man das Recht Widerspruch einzulegen (Eltern wollen, man selber aber nicht) und ab dem 16. Lebensjahr liegt die Entscheidung bei einem selber (Eltern wollen nicht, man selber aber).

Bei Organspenden wird sehr auf Sicherheit geachtet!
Im Fernsehen sieht man sehr gerne einmal, wie Leute denen gerade die Organe entnommen werden sollen plötzlich wieder Aufwachen oder auch Ärzte die um einen geliebten Menschen zu retten mal eben einen passenden Spender umbringen. So etwas macht sich im Fernsehen gut, ist aber in der Realität durch das deutsche Transplantationsgesetzt fast ausgeschlossen. Bevor ein Patient als Spender überhaupt in Frage kommt, müssen zwei von einander unabhängige erfahrene Ärzte den Tod feststellen. Einer kann mal etwas übersehen, bei zweien ist das aber so gut wie ausgeschlossen.
Alle drei Schritte einer Organspende (Entnahme, Entscheidung wer es bekommt, Transplantation) müssen organisatorisch und personell voneinander getrennt werden. Mit anderen Worten, euer Arzt entscheidet weder wer das Organ bekommt, noch transplantiert er es.


Natürlich denkt niemand gerne über seinen eigenen Tod nach und beim Thema Organspende spielt dieser eben die Hauptrolle. Dennoch sollte man in eigenem Interesse und dem seiner geliebten Menschen, sich zu seiner Lebzeit damit auseinander setzen. Denn wen man als Spender in Frage kommt und euer Wunsch nicht bekannt ist, muss der nächste Angehörige die Entscheidung treffen. Da Zeit natürlich eine Wichtige Rolle spielt, müssen diese nur kurze Zeit nachdem sie von dem Tod eines geliebten Menschen erfahren haben, also in der größten Trauer, die Entscheidung fällen.
Daher sollte sich jeder zu seiner Lebzeit Gedanke darüber machen, wie er zu Organspende steht und diese Entscheidung in Form eines Organspendeausweises (gibt in diesem auch die Option die Organentnahme zu verbieten)  auch bekannt zu machen. Zusätzlich solltet ihr mit nahen Menschen über eure Entscheidung sprechen und sie auch erklären. So das diese eure Entscheidung im Fall der Fälle verstehen und auch respektieren können.

Warum sollte ich meine Organe spenden?
Letztendlich ist das eine Entscheidung die jeder für sich selber treffen sollte. Wir wollen einfach mal ein paar Gründe aufzählen die dafür sprechen.
Wir wissen nicht was nach unserem Tod mit uns passiert, aber bis auf ein paar Ausnahmen, sind sich die Religionen einig das der Körper im Jenseits nicht mehr gebraucht wird. Warum sollte man etwas, was man eh nicht mehr benötigt, nicht Menschen überlassen die es noch gebrauchen können?
Wie bereits erwähnt, sind selbst im Falle des Todes die Chancen sehr gering ein Organspender zu werden. Die Chance zu seinen Lebzeiten selber ein Spenderorgan zu benötigen, sind ein vielfaches höher. So wir ihr in diesem Fall bestimmt bereit wärt ein Spenderorgan anzunehmen, solltet ihr auch bereits sein anderen mit euren zu helfen..
Das Gefühl zu wissen, dass euer Tod nicht komplett Sinnlos sein muss, sondern ihr damit vielleicht einigen Menschen das Leben rettet.

Wer kommt als Organspender in Frage?
Solange keine schweren Erkrankungen (z.B. HIV oder eine akute Krebserkrankung) vorliegen, kann jeder Mensch seine Organe nach seinem Tod zur Spende freigeben. Letztendlich kommen allerdings nur Hirntote Menschen in Frage, von 400.000 Menschen welche jährlich in deutschen Krankenhäusern sterben, sind das gerade mal 1%. Bei einem Hirntot werden die Körperfunktionen mittels Maschinen am Leben erhalten, das Gehirn hat aber selbst die einfachsten Grundfunktionen (wie z.B. Reflexe) eingestellt.

Welche Organe können Gespendet werden?
Fortschritte in der Medizin erhöhen nicht nur den Transplantationserfolg, sie ermöglichen auch eine immer höhere Anzahl an transplantierbarer Organe. Momentan lassen sich folgende Organe transplantieren: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Teile der Haut, die Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen und Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, des Knochengewebes des Knorpelgewebes und der Sehnen.

Kann ich Organe von der Spende ausschließen?
Natürlich, ihr könnt ohne Angabe von Gründen jederzeit Organe von der Spende ausschließen. Wenn ihr wisst, dass eine euere Organe sich nicht zur Transplantation eignet (wegen Erkrankung, Geburtsfehler,...), solltet ihr diese Organe sogar direkt von der Spende ausschließen. Damit erspart ihr den Ärzten die Spendentauglichkeit des entsprechendem Organes zu testen.

Ist meine Entscheidung endgültig?
Nein, sollte ihr eure Entscheidung irgendwann ändern, müsst ihr nur euren Organspenderausweis vernichten. Noch besser ist es allerdings wenn ihr eure neue Entscheidung auch in einem neuen Organspendeausweis festhaltet. Denn wie bereits erwähnt, gibt es in diesen auch die Möglichkeit eine Spende auszuschließen.
Natürlich solltet ihr nicht vergessen auch euren nächsten Angehörigen eure neue Entscheidung mitzuteilen.

Woher bekomme ich einen Organspendeausweis?
Es gibt so viele Möglichkeiten an einen Organspendeausweis zu kommen, dass dies nicht an als Ausrede herhalten kann. In jedem Krankenhaus, sowie bei den meisten (Haus)Ärzten, Apotheken und Krankenkassen kann man sich sowohl den Ausweis als auch Infomaterial holen.
Unter folgender kostenloser Telefonnummer, kann man sich einen Ausweis bestellen und auch noch offene Fragen beantworten lassen. Infotelefon Organspende: 0800 / 90 40 400
Auf der Organspende Infoseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kann man sich  Infomaterial und den Ausweis zuschicken lassen. Besonders eilige können sich den Ausweis auch direkt selber Ausdrucken.


Diese Seite soll nur zum nachdenken über das Thema Organspende anregen. Wir übernehmen keine Garantie über Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben auf dieser Seite. Wer ernsthaft daran interessiert ist Organspender zu werden, sollte sich auf jeden Fall noch genauer über dieses Thema informieren. Dafür bieten sich folgende Quellen an:

Infotelefon Organspende: 0800 / 90 40 400
Eine kostenlose Hotline, welche gerne alle eure noch offenen Fragen klärt.

BZgA - Organspende schenkt Leben
Eine Infoseite zum Thema Organspende von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Deutsches Organspendegesetz
So ist die Organspende in Deutschland gesetzlich geregelt

Eurotransplant International Foundation
Diese Organisation vermittelt und koordiniert den internationalen Austausch von Organen für viele Europäische Länder


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